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Hashimoto: Wenn die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht gerät

  • 3 Min. Lesezeit
Hashimoto: Wenn die Schilddrüse aus dem Gleichgewicht gerät

Was ist Hashimoto eigentlich?

Hashimoto, auch Hashimoto-Thyreoiditis genannt, ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Dabei greift das Immunsystem fälschlicherweise das eigene Schilddrüsengewebe an und löst eine Entzündung aus.

Die Schilddrüse produziert wichtige Hormone, die unter anderem den Stoffwechsel, die Energieversorgung und viele weitere Körperfunktionen beeinflussen. Wird die Schilddrüse durch die Entzündung geschädigt, kann es langfristig zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommen.

Hashimoto entwickelt sich häufig schleichend und bleibt deshalb oft lange unbemerkt. Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Gewichtsschwankungen gehören zu den möglichen Beschwerden.

Wie entsteht Hashimoto?

Hashimoto ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem fälschlicherweise gesundes körpereigenes Gewebe angreift – in diesem Fall die Schilddrüse.

Durch diese Fehlreaktion entsteht eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Mit der Zeit kann das Gewebe dadurch geschädigt werden, wodurch die Schilddrüse immer weniger Hormone produziert.

Warum Hashimoto genau entsteht, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Verschiedene Faktoren können jedoch eine Rolle spielen:

1. Genetische Veranlagung

Hashimoto tritt in manchen Familien häufiger auf.

2. Hormonschwankungen

Zum Beispiel während der Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre.

3. Stress & psychische Belastung

Dauerhafter Stress kann das Immunsystem beeinflussen.

4. Jodüberschuss

Ein zu hoher Jodspiegel kann die Schilddrüse zusätzlich belasten und bei manchen Betroffenen Beschwerden verstärken.

Typische Symptome bei Hashimoto

Hashimoto entwickelt sich häufig langsam und bleibt deshalb oft lange unbemerkt. Da die Schilddrüse viele wichtige Körperfunktionen beeinflusst, können die Beschwerden sehr unterschiedlich ausfallen.

Mögliche Symptome sind:

1. Müdigkeit & Erschöpfung

Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft kraftlos oder antriebslos.

2. Frieren & Kälteempfindlichkeit

Der Stoffwechsel arbeitet oft langsamer, wodurch schneller gefroren wird.

3. Gewichtszunahme

Trotz unveränderter Ernährung kann es zu Gewichtsschwankungen kommen.

4. Konzentrationsprobleme

Auch Gedächtnisprobleme oder sogenannte „Brain Fog"-Beschwerden können auftreten.

5. Trockene Haut & Haarausfall

Hashimoto kann sich auch auf Haut, Haare und Nägel auswirken. Haarausfall wird dabei von vielen Betroffenen als besonders belastend empfunden.

6. Stimmungsschwankungen

Innere Unruhe, depressive Verstimmungen oder Reizbarkeit sind ebenfalls möglich.

7. Zyklusstörungen

Bei Frauen kann der Hormonhaushalt zusätzlich beeinflusst werden.

Typische Symptome bei Hashimoto.

Alltag mit Hashimoto: Tipps für mehr Wohlbefinden

Hashimoto kann den Alltag durch Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Stimmungsschwankungen beeinflussen. Mit einigen bewussten Gewohnheiten lässt sich das Wohlbefinden jedoch häufig verbessern und der Körper gezielt unterstützen.

1. Auf eine ausgewogene Ernährung achten

Besonders empfohlen werden:

  • Omega-3-reiche Lebensmittel wie Fisch, Nüsse oder Leinöl
  • Selenhaltige Lebensmittel wie Eier, Pilze, Linsen oder Fisch
  • Ausreichend Vitamin D

Jod sollte nur in moderaten Mengen aufgenommen werden, da ein zu hoher Jodspiegel die Erkrankung verschlimmern kann.

2. Die Darmflora unterstützen

Eine gesunde Darmflora spielt eine wichtige Rolle. Probiotische Lebensmittel können die Verdauung und das Immunsystem unterstützen, zum Beispiel:

  • Joghurt
  • Sauerkraut
  • Kefir
  • Kimchi
  • Kombucha

3. Stress reduzieren

Stress und psychische Belastungen können Beschwerden verstärken. Entspannungstechniken wie:

  • Spaziergänge
  • Yoga
  • Atemübungen
  • Meditation
  • ausreichend Schlaf

können helfen, Körper und Geist zu entlasten.

4. Auf Bewegung achten

  • Spazierengehen
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Yoga

5. Gluten bewusst beobachten

Viele Betroffene berichten von einer Verbesserung ihrer Beschwerden durch eine glutenarme oder glutenfreie Ernährung.

6. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrnehmen

So kann die Behandlung individuell angepasst werden.

7. Dem Körper ausreichend Ruhe geben

Hashimoto geht häufig mit Erschöpfung einher. Deshalb ist es wichtig, Warnsignale des Körpers ernst zu nehmen und genügend Erholung in den Alltag einzubauen.

Diese Heilpflanzen können bei Hashimoto natürlich unterstützen

Bestimmte Heilpflanzen können Menschen mit Hashimoto dabei unterstützen, Beschwerden wie innere Unruhe, Erschöpfung, Schlafprobleme oder Verdauungsbeschwerden sanft zu lindern und positiv zu beeinflussen.

Diese ausgewählten Heilpflanzen können das Wohlbefinden bei Hashimoto auf natürliche Weise unterstützen.

  • Einjähriger Beifuß wird traditionell zur Unterstützung des Immunsystems und zur Entgiftung eingesetzt.
  • Wolfsfuß wirkt beruhigend und stimmungsgleichend.
  • Herzsamen werden zur Unterstützung der Herzgesundheit und des Kreislaufs eingesetzt.
  • Zitronenmelisse wirkt beruhigend und entspannend, wird bei Stress, innerer Unruhe und zur Förderung eines erholsamen Schlafs verwendet.
  • Kretische Zistrose ist für ihre antioxidativen Eigenschaften bekannt und wird traditionell zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt.
  • Propolis unterstützt die Abwehrkräfte und wirkt entzündungshemmend.

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