Das Universalheilmittel der Bienen – seit dem alten Ägypten bekannt, heute mit über 300 Wirkstoffen wissenschaftlich untersucht.
Spannende Fakten zu Propolis
- Bis zu 500 g Propolis pro Bienenvolk und Jahr.
- Tote Fremdkörper im Stock werden mit Propolis einbalsamiert.
- Labortests: wirksam gegen MRSA-Krankenhauskeime.
Wirkung & Eigenschaften
Über 300 Wirkstoffe: Flavonoide (Pinocembrin, Chrysin), Phenole (Kaffeesäure), Enzyme, Polysaccharide. Pinocembrin hemmt die Zellwandsynthese von Bakterien – auch MRSA-Keimen. Kaffeesäure-Derivate und Zimtsäure wirken antiviral. Chrysin zeigt antifungale Eigenschaften gegen Candida.
Eigenschaften: antibakteriell, antiviral, antifungal, wundheilungsfördernd, antioxidativ, entzündungshemmend.

Anwendungsbereiche
Propolis bei Erkältungen
Bei Erkältungen sind Rhinoviren und Bakterien gleichzeitig im Spiel. Propolis ist das Mittel der ersten Wahl: Kaffeesäure-Derivate hemmen Rhinoviren und Herpesviren, Pinocembrin tötet Bakterien ab, Polysaccharide aktivieren das Immunsystem. Diese Kombination macht Propolis zu einem natürlichen Breitbandmittel. Mehrfach täglich in lauwarmem Wasser: Hitze würde die Enzyme zerstören, daher nie mit kochendem Wasser.
Propolis zur Immunstärkung
Präventiv in der Erkältungssaison: Die antioxidativen Eigenschaften von Propolis schützen Immunzellen vor oxidativem Stress und erhalten ihre Funktionsfähigkeit. 3–5 Wochen täglich 10–15 Tropfen in lauwarmem Wasser, idealerweise mit Vitamin C kombiniert. Imker nutzen diese Kur regelmäßig selbst – sie sind bekannt für ihre Robustheit in der Erkältungssaison.
Propolis bei Zahnfleisch und Aphten
Bei Parodontose entzündet sich das Zahnfleisch chronisch – Propolis-Mundspülungen aus verdünnten Tropfen reduzieren die Entzündung, das Zahnfleisch hört auf sich zurückzuziehen und Zahntaschen bilden sich zurück. Bei Aphten – schmerzhaften Mundschleimhauterosionen – direkt auftupfen: Die Abheilung wird deutlich beschleunigt und der Schmerz lässt fast sofort nach.
Propolis bei Hautproblemen
Staphylokokken, Hautpilze und chronische Hautentzündungen sprechen auf Propolis an. Als Salbe oder Öl (kein Alkohol – Alkohol trocknet aus) aufgetragen wirkt Propolis antibakteriell gegen die Oberflächenkeime, antifungal gegen Pilzinfektionen und entzündungshemmend. Die Haut regeneriert sich, Rötungen und Entzündungen klingen ab.
Propolis bei Wunden
Die Kombination aus Desinfektion (Pinocembrin und Kaffeesäure töten Wundkeime ab) und Wundheilungsenzymen macht Propolis zu einem wirksamen Wundheilmittel. Die Wundheilung wird beschleunigt, Infektionen werden verhindert und Narbenbildung wird reduziert. Auch bei Ulcus cruris (schlecht heilenden Beingeschwüren) ist Propolis klinisch belegt wirksam.
Propolis bei Allergien
Das Flavonoid Pinocembrin hemmt die Histaminausschüttung aus Mastzellen – ähnlich wie ein natürliches Antihistaminikum. Bei Heuschnupfen und anderen Allergien früh im Jahr mit Propolis-Einnahme beginnen, bevor die Pollenbelastung einsetzt: Die Mastzellen sind dann weniger reaktiv und die allergische Reaktion fällt milder aus.
Hinweise zur Anwendung
10–15 Tropfen 2–3× täglich. Lauwarm einnehmen – kein heißes Wasser (Enzyme werden zerstört). Äußerlich als Salbe oder Öl.
Schwangerschaft & Stillzeit
Alkoholhaltige Produkte: nicht geeignet. Alkoholfrei: mit Vorsicht und in Absprache. Allergiepotenzial beachten.
Allergiker-Warnung
Kaffeesäure-Derivate und Pollen können Kontaktallergien auslösen. Vor der ersten Anwendung Hauttest empfohlen.
Steckbrief
- Substanz: Propolis (Bienenkittharz)
- Produzent: Honigbiene (Apis mellifera)
- Jahresproduktion: bis zu 500 g pro Volk
- Wirkstoffe: über 300 (Flavonoide, Phenole, Enzyme)


