Das pflanzliche Antibiotikum der Küche – seit dem alten Ägypten bekannt. Senföle: antibakteriell, antiviral, antifungal, cholagog.
Spannende Fakten zu Schwarzem Rettich
- Ägyptische Pyramidenbauarbeiter aßen ihn zur Gesundheitserhaltung.
- Wahrscheinlich aus dem wilden Hederich gezüchtet.
- Muss bei Reife schnell geerntet werden – schießt sonst ins Kraut.
Wirkung & Eigenschaften
Senföle und Senfölglykoside: beim Schneiden und Kauen freigesetzt – antibakteriell, antiviral und antifungal gegen ein breites Erregerspektrum. Cholagog: regt den Gallefluss kräftig an. Schleimhautregenerierend: in Atemwegen und Darm.
Eigenschaften: antimikrobiell, cholagog, schleimlösend, entzündungshemmend, krampflösend, auswurffördernd.

Anwendungsbereiche
Schwarzer Rettich bei Erkältungen
Der klassische Rettichsirup – Bienenwachs oder Honig in eine ausgehöhlte Rettich-Höhle – ist eines der ältesten Hausmittel der deutschen Volksmedizin. Die Senföle bekämpfen Viren und Bakterien direkt in den Atemwegen, regenerieren gereizte Schleimhäute und fördern das Abhusten von Schleim. Mehrmals täglich ein Teelöffel des Sirups.
Raphanus bei Husten
Bei Husten durch Atemwegsinfektionen wirken die Senföle direkt antimikrobiell gegen die Erreger in den Bronchien. Sie beruhigen gleichzeitig die gereizten Schleimhäute und fördern das Abhusten durch schleimlösende Wirkung. Der Hustenreiz nimmt ab, der Schleim wird abgehustet und die Atemwege werden freier.
Schwarzer Rettich bei Verdauungsbeschwerden
Die cholagoge Wirkung des schwarzen Rettichs regt den Gallefluss in den Dünndarm an – mehr Gallenflüssigkeit bedeutet bessere Fettverdauung, aktiviertere Darmenzyme und ein optimiertes Darmmilieu. Gleichzeitig wirken die Senföle gegen dysbiontische Darmkeime. Verdauungsbeschwerden, Trägheit und Völlegefühl normalisieren sich.
Raphanus bei Blähungen
Blähungen entstehen durch gasbildende Darmkeime bei unvollständiger Verdauung. Die Senföle des Rettichs bekämpfen die gasbildenden Bakterien und regenerieren die Darmschleimhaut. Mit weniger Fehlkeimen im Darm entstehen auch weniger Fäulnisgase – die Blähungen gehen zurück.
Schwarzer Rettich bei fettiger Haut
Fettige Haut und Hautunreinheiten entstehen oft, wenn der Körper Schlackstoffe über die Haut ausscheidet. Der schwarze Rettich regt durch seine cholagoge Wirkung den Leberstoffwechsel an und verbessert die Ausscheidung über Galle und Darm. Die Haut wird entlastet, der Hautstoffwechsel normalisiert sich von innen.
Hinweise zur Anwendung
Als Sirup (ausgehöhlter Rettich mit Honig/Zucker), Presssaft (bis 100 ml/Tag), geraspelt im Salat oder als Komplexpräparat.
Schwangerschaft & Stillzeit
Bedenkenlos – Nährstoffe auch für das Kind gesund.
Gallensteine
Nicht einnehmen – cholagoge Wirkung kann Gallenwegsverschluss auslösen!
Pflanzensteckbrief
- Botanischer Name: Raphanus sativus var. niger
- Pflanzenfamilie: Kreuzblütengewächse (Brassicaceae)
- Weitere Bezeichnungen: Winter-Rettich
- Erntezeit: Ab Oktober, vor Frost
- Giftigkeit: Ungiftig


