Die fleischfressende Heilpflanze – von Charles Darwin entdeckt, in Hochmooren heimisch. Proteolytische Enzyme lösen Schleim-Verklebungen in Bronchien. Geschützte Art: nur Fertigarzneimittel!
Spannende Fakten zu Sonnentau
- Darwin beschrieb seine Karnivorie 1875 als Erster.
- In Schottland als Purpur-Farbstoff genutzt.
- Wächst sogar in Alaska und Grönland.
Wirkung & Eigenschaften
Naphtochinone (Droseron, Plumbagin): antimikrobiell gegen Bakterien, Viren und Pilze. Proteolytische Enzyme: dieselben Enzyme, die Insekten-Eiweiß lösen, lösen auch Schleim-Protein-Verklebungen in Bronchien und Lungen. Das macht Sonnentau einzigartig unter den Bronchialpflanzen.
Eigenschaften: hustenlindernd, schleimlösend, proteolytisch, antimikrobiell, entzündungshemmend, verdauungsfördernd.

Anwendungsbereiche
Sonnentau bei Reizhusten
Chronischer Reizhusten entsteht durch eine Überreizbarkeit der Bronchialschleimhäute – jeder kleine Reiz löst einen Hustenimpuls aus. Die Naphtochinone des Sonnentaus beruhigen die überreizte Schleimhaut entzündungshemmend und die proteolytischen Enzyme lösen zähe Schleim-Protein-Verklebungen, die die Schleimhaut reizen. Sanft und nachhaltig.
Drosera bei Asthma
Asthma ist multifaktoriell – Sonnentau greift auf mehreren Ebenen an: Naphtochinone reduzieren die Atemwegsentzündung, proteolytische Enzyme bauen überschüssigen Schleim ab und lösen chronische Protein-Verklebungen des Bronchialgewebes auf. Das macht Drosera einzigartig: Es geht nicht nur gegen akute Symptome, sondern auch gegen chronische Gewebsveränderungen.
Sonnentau bei Bluthochdruck (Lungen-Typ)
Pulmonaler Bluthochdruck entsteht, wenn Verschlüsse und Verklebungen in der Lunge den Widerstand erhöhen, gegen den das Herz pumpen muss. Sonnentau löst diese Verlegungen durch seine proteolytische Wirkung auf – der Lungenwiderstand sinkt, das Herz wird entlastet und der Blutdruck normalisiert sich.
Drosera bei COPD
COPD ist eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung – Sonnentau kann die Symptome lindern und den Verlauf verlangsamen. Naphtochinone reduzieren die chronische Bronchialentzündung, und die proteolytischen Enzyme lösen die Proteinverklebungen im Lungengewebe auf, die bei COPD durch ständige Heilungsversuche entstehen.
Sonnentau bei Hauterkrankungen
Die antimikrobiellen Naphtochinone wirken auch auf der Haut gegen ein breites Erregerspektrum. Sonnentau wird bei chronischen Hautinfektionen und entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt – innerlich und äußerlich.
Drosera bei Verdauungsbeschwerden
Die pflanzlichen Proteasen des Sonnentaus unterstützen auch die Eiweißverdauung im Magen-Darm-Trakt. Bei Verdauungsschwäche mit unvollständiger Eiweißverdauung kann Sonnentau die Verdauungsleistung verbessern.
Hinweise zur Anwendung
Geschützte Pflanze – NUR Fertigarzneimittel! Kurartig, mehrfach täglich.
Schwangerschaft & Stillzeit
Kontraindiziert.
Pflanzensteckbrief
- Botanischer Name: Drosera rotundifolia
- Pflanzenfamilie: Sonnentaugewächse (Droseraceae)
- Weitere Bezeichnungen: Fliegenfalle, Insektenfresser
- Herkunft: Heimisch (Europa), bis Alaska und Grönland
- Giftigkeit: Ungiftig – streng geschützte Pflanze!


