Heilpflanze

Verschiedenfarbige Schwertlilie

[Iris versicolor]

Verschiedenfarbige Schwertlilie

Die Regenbogen-Göttin der Heilpflanzen – verbindet Nervensystem und Verdauung. Ideal für den empfindlichen, reizbaren Patienten, dem Stress auf den Magen schlägt.

Spannende Fakten zu Schwertlilie

  • Iris = Göttin des Regenbogens (griechisch) – Verbinderin zwischen Welten.
  • Staude des Jahres 2016.
  • Im 19. Jahrhundert wichtige Parfümpflanze Europas.

Wirkung & Eigenschaften

Iridin und Schleimstoffe: Schleimhäute schützen, Magensäure neutralisieren, Schleimhäute beruhigen. Krampflindernde Wirkung auf Blutgefäße – Migräne-Gefäßkrämpfe werden gelöst. Leber-Galle-Anregung normalisiert das Verdauungsmilieu. In hohen Dosen giftig – nur als Fertigpräparat, Homöopathikum oder Spagyrik.

Eigenschaften: gallenstimulierend, verdauungsfördernd, krampflindernd, beruhigend, entzündungshemmend, säureneutralisierend.

Schwertlilie: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung
Schwertlilie: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung

Anwendungsbereiche

Schwertlilie bei Migräne

Die klassische Iris-Migräne ist verbunden mit saurem Erbrechen und Übelkeit – das Nervensystem und die Verdauung reagieren gemeinsam auf den Stress. Iris löst zweifach: Die krampflindernde Wirkung auf die Blutgefäße reduziert die Gefäßkrämpfe, die Migräne mitverursachen. Gleichzeitig neutralisieren Iridin und Schleimstoffe die Magensäure, beruhigen die Magenschleimhaut und stoppen das säure Erbrechen.

Iris bei Gastritis

Bei Gastritis ist die Magenschleimhaut entzündet und überempfindlich. Die Schleimstoffe der Schwertlilie bilden eine schützende Schicht auf der gereizten Schleimhaut und schirmen sie vor weiterer Reizung durch Magensäure ab. Iridin neutralisiert überschüssige Magensäure und reduziert die Entzündung. Die Schleimhaut kann sich regenerieren.

Schwertlilie bei Durchfall

Durchfall durch Magenreizung und Bauchspeicheldrüsen-Dysregulation spricht auf Iris an. Die gallenstimulierende Wirkung normalisiert das Verdauungsmilieu, die Bauchspeicheldrüse regeneriert ihre Enzymproduktion und der Darm erhält das richtige Milieu zurück. Die Verdauung stabilisiert sich und der Durchfall geht zurück.

Iris bei Neuralgien

Nervenschmerzen mit brennendem Charakter – Hexenschuss, Trigeminusneuralgie, Ischias – sprechen auf die krampflindernde Iris-Wirkung an. Die Gefäßkrämpfe in der Umgebung der gereizten Nerven werden gelöst, die Durchblutung verbessert sich und der Nervenschmerz lässt nach.

Schwertlilie bei Magen-Darm-Beschwerden

Allgemeine Magen-Darm-Beschwerden durch Leber-Galle-Insuffizienz – träge Verdauung, Völlegefühl, Sodbrennen – profitieren von der gallenstimulierenden Wirkung. Das Leber-Galle-System wird angeregt, das gesamte Verdauungsmilieu reguliert sich und die Beschwerden normalisieren sich.

Iris bei Sodbrennen

Sodbrennen durch Übersäuerung und empfindliche Magenschleimhaut wird durch die doppelte Wirkung von Iris gelindert: Die Schleimstoffe pflegen die Schleimhaut und bilden eine Schutzschicht, während Iridin die Säureproduktion normalisiert.

Schwertlilie zur Diabetes-Prävention

Eine subklinisch entzündete oder dysfunktionale Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig Verdauungsenzyme und kann langfristig zur Insulinresistenz beitragen. Iris regt die Regeneration des Pankreas an und normalisiert die Enzymproduktion. Präventiv bei Prädiabetes und metabolischem Syndrom interessant.

Hinweise zur Anwendung

Fertigpräparate: mehrfach täglich. Akut (Migräne): stündlich. Nur als Fertigpräparat, Homöopathikum oder Spagyrik.

Schwangerschaft & Stillzeit

Mangelnde Daten – von Einnahme abraten.

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Iris versicolor
  • Pflanzenfamilie: Schwertliliengewächse (Iridaceae)
  • Weitere Bezeichnungen: Leberlilie, Schillernde Schwertlilie
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Herkunft: Nordamerika
  • Giftigkeit: In hohen Dosen giftig