Die Pflanze des Feuers und der Durchblutung – seit der Antike Küchen- und Heilkraut zugleich. Seit 2020 botanisch: Salvia rosmarinus.
Spannende Fakten zu Rosmarin
- Seit 2020 offiziell Salvia rosmarinus (zu den Salbeigewächsen eingeordnet).
- Einer der vier Kräuter in 'Scarborough Fair' (16. Jh., Simon & Garfunkel).
- Brautkranz aus Rosmarin – Symbol für Treue und Fruchtbarkeit.
Wirkung & Eigenschaften
Campher: strafft den Gefäßtonus, regt das Herz an, steigert den Blutdruck. Cineol: verbessert die Durchblutung von Schleimhäuten und Muskulatur. Rosmarinsäure: antioxidativ und entzündungshemmend.
Eigenschaften: durchblutungsfördernd, kreislaufanregend, erwärmend, blutdrucksteigernd, verdauungsfördernd, aphrodisierend.

Anwendungsbereiche
Rosmarin bei Kreislaufschwäche
Bei Hypotonie (niedrigem Blutdruck) fehlt der Antrieb für eine ausreichende Durchblutung – Schwindel, Müdigkeit und kalte Extremitäten entstehen. Campher im Rosmarin ist DAS Mittel bei Hypotonie: Es strafft den Gefäßtonus und regt das Herz an, kräftiger zu schlagen. Der Blutdruck steigt auf ein normales Niveau, die Durchblutung verbessert sich und die Beschwerden verschwinden.
Rosmarin bei Muskel- und Gelenkschmerzen
Muskeln und Gelenke regenerieren sich nur bei ausreichender Durchblutung. Rosmarin äußerlich angewendet regt die Mikrozirkulation intensiv an: Mehr Sauerstoff und Nährstoffe gelangen ins Gewebe, Stoffwechselendprodukte werden schneller abtransportiert. Verspannungen lösen sich, Gelenkschmiere wird besser produziert und Schmerzen klingen ab.
Rosmarin bei Menstruationsbeschwerden
Bei schwacher Menstruation (Hypomenorrhoe) regt Rosmarin in der zweiten Zyklushälfte die Durchblutung des Uterus an und bringt die Blutung auf ein normales Niveau. In der ersten Zyklushälfte eingenommen kann Rosmarin den Eisprung durch verbesserte Eierstockdurchblutung fördern. Deshalb gilt: In der Schwangerschaft nicht innerlich einnehmen.
Rosmarin bei Verdauungsbeschwerden
Die Durchblutungsförderung von Rosmarin wirkt auch auf den Verdauungstrakt: Die Magen-Darm-Durchblutung verbessert sich, Verdauungsdrüsen werden aktiviert und die Darmmotorik normalisiert sich. Besonders bei träger Verdauung durch zu wenig Durchblutung wirkt Rosmarin belebend.
Rosmarin bei Rheumatismus
Rheumatische Schmerzen und Steifigkeit entstehen durch schlechte Durchblutung der betroffenen Gelenke und des Bindegewebes. Rosmarin äußerlich angewendet löst die Steifigkeit durch intensive Wärmewirkung und Mikrozirkulationsförderung. Schmerzen lassen nach, die Beweglichkeit verbessert sich.
Rosmarin bei Frigidität
Frigidität hat häufig eine physiologische Komponente – mangelnde Durchblutung des Beckenbereichs. Rosmarin durchwärmt den Unterleib durch seine kreislaufanregende Wirkung: Als Vollbad, Tee oder Gewürz eingesetzt verbessert er die Durchblutung und die Empfindsamkeit.
Hinweise zur Anwendung
Tee, Kapseln (innerlich). Öl, Fußbad, Einreibung (äußerlich). Duftlampe nicht nach 16 Uhr – anregende Wirkung stört Schlaf.
Schwangerschaft & Stillzeit
Nicht innerlich – Abgangsrisiko durch Uterus-Durchblutungsförderung. Äußerlich bedenkenlos. Stillzeit: als Gewürz und Tee in normalen Mengen unbedenklich.
Bluthochdruck
Kontraindiziert – Rosmarin steigert den Blutdruck weiter.
Pflanzensteckbrief
- Botanischer Name: Rosmarinus officinalis (Salvia rosmarinus)
- Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
- Weitere Bezeichnungen: Brautkleid, Meertau
- Blütezeit: März bis April
- Herkunft: Mittelmeerraum
- Giftigkeit: Ungiftig


