Heilpflanze

Maiglöckchen

[Convallaria majalis]

Maiglöckchen

Elfenhafte Schönheit und tödliches Gift in einem – als Homöopathikum unverzichtbar für das erschöpfte Herz.

Spannende Fakten zu Maiglöckchen

  • Verwechslungsgefahr mit Bärlauch – tödlich!
  • Marienpflanze der christlichen Ikonographie (mit Rose und Lilie).
  • Freddy Mercury: 'Lily of the Valley' (Queen).

Wirkung & Eigenschaften

38 herzwirksame Glykoside: Convallatoxin, Convallatoxol, Convallosid – verwandt mit Digitalin. Stärken den Herzmuskel und re-rhythmisieren den Herzschlag. Das Maiglöckchen hat zudem eine seelische Dimension: Es wird bei Herzbeschwerden eingesetzt, die durch anhaltende emotionale Belastungen entstanden sind.

Eigenschaften: herzstärkend, re-rhythmisierend, entwässernd, blutdruckregulierend, antriebssteigernd.

Maiglöckchen: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung
Maiglöckchen: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung

Anwendungsbereiche

Maiglöckchen bei Herzinsuffizienz

Bei Herzinsuffizienz ist der Herzmuskel nicht mehr in der Lage, das Blut ausreichend durch den Körper zu pumpen – Erschöpfung, Atemnot und Ödeme entstehen. Die Herzglykoside des Maiglöckchens stärken den Herzmuskel: Das Herz schlägt kräftiger und die Pumpleistung steigt. Ödeme bauen sich ab, Atemnot lässt nach und die Lebensqualität verbessert sich.

Convallaria majalis bei funktionellen Herzbeschwerden

Funktionelle Herzbeschwerden ohne organischen Befund entstehen häufig durch emotionale Belastungen – tief sitzende Traurigkeit, Verluste oder anhaltende Erschöpfung schlagen sich auf das Herz nieder. Convallaria wird bei Herzbeschwerden eingesetzt, die aus emotionaler Last entstanden sind. Es stärkt das Herz auf physischer und emotionaler Ebene zugleich.

Maiglöckchen bei Stressreaktionen

Chronischer Stress schüttet dauerhaft Stresshormone aus – Cortisol und Adrenalin belasten den Herzmuskel direkt. Das durch Stresshormone erschöpfte Herz verliert an Kraft und Regelmäßigkeit. Convallaria stärkt den erschöpften Herzmuskel und gibt ihm die Kapazität zurück, mit den Belastungen umzugehen.

Convallaria majalis beim Altersherz

Das alternde Herz verliert schleichend an Pumpleistung – die Muskulatur wird steifer, die elektrische Koordination des Herzschlags weniger präzise. Convallaria lässt das Altersherz wieder kräftig und gleichmäßig schlagen: Ödeme bauen sich ab, Schwindel und Schwäche nehmen ab und das Gefühl von Lebendigkeit kehrt zurück.

Maiglöckchen bei Herzrhythmusstörungen

Herzrhythmusstörungen entstehen durch eine gestörte elektrische Koordination des Herzschlags. Die 38 Herzglykoside des Maiglöckchens re-rhythmisieren den Herzschlag durch Beeinflussung der Ionenkanäle der Herzmuskelzellen. Der Herzschlag wird gleichmäßiger, Herzstolpern und unregelmäßiger Puls gehen zurück.

Convallaria majalis bei Cor pulmonale

Beim Cor pulmonale ist das rechte Herz durch Lungenhochdruck chronisch überlastet und vergrößert sich kompensatorisch. Convallaria stärkt das rechte Herz und verbessert seine Pumpleistung: Der Lungenhochdruck kann sich zurückbilden und die kompensatorische Herzvergrößerung kann sich wieder normalisieren.

Maiglöckchen bei Schwindel

Schwindel entsteht häufig durch eine unzureichende Blutversorgung des Gleichgewichtszentrums im Innenohr oder Hirnstamm – das geschwächte Herz pumpt nicht genug Blut nach oben. Convallaria verbessert die Herzpumpleistung und damit die Durchblutung des Gehirns. Der Blutdruck stabilisiert sich, die Blutversorgung des Gleichgewichtszentrums verbessert sich und der Schwindel lässt nach.

Hinweise zur Anwendung

Nur homöopathisch oder spagyrisch. Täglich mehrfach. Immer mit Therapeuten absprechen.

Schwangerschaft & Stillzeit

Nicht einnehmen – herzaktive Glykoside könnten das fetale Herz beeinflussen.

STARK GIFTIG – Bärlauch-Verwechslung!

Schon geringe Mengen können zum Herztod führen. Nie als Rohdroge. Nur als Fertigpräparat. Beim Sammeln von Bärlauch: Knoblauchgeruch beim Zerreiben ist das sichere Erkennungsmerkmal.

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Convallaria majalis
  • Pflanzenfamilie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • Weitere Bezeichnungen: Maieriesli
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Herkunft: Heimisch (Europa)
  • Giftigkeit: Stark giftig – nur homöopathisch/spagyrisch