Heilpflanze

Kermesbeere

[Phytolacca]

Kermesbeere

Die Pflanze der hochroten, heißen Entzündungen – historisch als Färbemittel und in der Kosmetik, heute als wichtiges Homöopathikum.

Spannende Fakten zu Kermesbeere

  • Junge Teile essbar, alte giftig – Giftigkeit steigt mit Alter.
  • Gegenstand der Forschung zu Immunschwächen.
  • In der Kosmetikindustrie für Lippenstifte verwendet.

Wirkung & Eigenschaften

Spezialität der Kermesbeere: hochrote, heiße, geschwollene Entzündungen mit ausgeprägter Berührungsempfindlichkeit – das ist die klassische Indikation. Die Inhaltsstoffe (Saponine, Phytolaccagenin, Lectine) wirken entzündungshemmend, abschwellend und schmerzstillend auf diese charakteristischen Entzündungsformen. Nur homöopathisch oder spagyrisch.

Eigenschaften: entzündungshemmend, abschwellend, antirheumatisch, immunstärkend, milchflussanregend.

Kermesbeere: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung
Kermesbeere: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung

Anwendungsbereiche

Kermesbeere bei Husten

Bei heißen, trockenen Erkältungsentzündungen der Bronchien – Husten mit entzündlichem Charakter, rote Schleimhäute, Fieber. Phytolacca wirkt antiviral gegen die Auslöser, schleimlösend auf die Bronchien und entzündungshemmend auf die gereizte Schleimhaut. Die charakteristischen Merkmale 'heiß, trocken, hochrot' zeigen die Indikation an.

Phytolacca acinosa bei Mastitis

Bei Mastitis (Brustentzündung) in der Stillzeit ist die betroffene Brust hochrot, geschwollen, heiß und berührungsempfindlich – genau die Modalität, für die Phytolacca das Mittel der Wahl ist. In homöopathischer oder spagyrischer Form wirkt es entzündungshemmend und abschwellend: Die Brust wird wieder weicher, die Schmerzen lassen nach und das Stillen wird wieder möglich.

Kermesbeere bei Blähungen

Phytolacca regt den Gallenfluss an und wirkt leicht abführend – beides entspannt die Verdauung und hilft dem Körper, gestaute Gase abzuführen. Die Verdauung entspannt sich, Blähungen werden abgebaut und das Wohlbefinden bessert sich.

Phytolacca acinosa bei Immunschwäche

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Phytolacca geschwollene und überlastete Lymphknoten abschwellen lässt und damit die Lymphe in ihrer Abwehrleistung unterstützt. Das unspezifische Immunsystem wird gestärkt. Phytolacca ist daher in der Forschung zur Behandlung von Immunschwächen von Interesse.

Kermesbeere bei Rachenentzündungen

Nicht-bakterielle Rachenentzündungen mit hochroter, geschwollener Rachenschleimhaut und schmerzhaftem Schlucken sind die klassische Indikation. Phytolacca wirkt abschwellend und entzündungshemmend auf die betroffenen Schleimhäute: Die Schwellung geht zurück, das Schlucken wird wieder leichter und der Schmerz lässt nach.

Phytolacca acinosa bei Wunden

Bei Wunden mit entzündlichem Charakter und viraler Komponente wirkt Phytolacca antiviral und entzündungshemmend. Als Bestandteil von Wundsalben unterstützt es die Abheilung und verhindert das Übergreifen von Entzündungen auf das umliegende Gewebe.

Hinweise zur Anwendung

Akut: stündlich bis mehrfach täglich als homöopathisches oder spagyrisches Mittel.

Schwangerschaft & Stillzeit

Grundlegend abgeraten – nicht einnehmen. Bei Mastitis in der Stillzeit nur in Absprache mit dem Therapeuten.

Wichtig: Nur homöopathisch oder spagyrisch

Alle Pflanzenteile giftig – nie als Rohdroge oder Extrakt verwenden.

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Phytolacca acinosa
  • Pflanzenfamilie: Kermesbeerengewächse (Phytolaccaceae)
  • Weitere Bezeichnungen: Scharlachbeere
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Herkunft: Asien
  • Giftigkeit: Giftig – nur homöopathisch/spagyrisch