Heilpflanze

Katzenbart

[Orthosiphon stamineus e foliis sicc.]

Katzenbart

Der Indische Nierentee aus Java – unbestrittener Klassiker für Harnwege und Niere.

Spannende Fakten zu Katzenbart

  • Kann leichten Nierengrieß ausschwämmen.
  • Name von den schnurrbart-ähnlichen langen Staubblättern.
  • Griechisch: Orthosiphon = aufrechtstehendes Rohr.

Wirkung & Eigenschaften

Stärke Diurese: Die Niere filtert mehr, die Harnwege werden intensiv gespült und Erreger verlieren ihren Halt in der Schleimhaut. Zusätzlich krampflösend auf die Harnwegs- und Gallengangsmuskulatur – ideal für das Ausschwämmen von Nierengrieß. Wirkstoffe: Flavonoide (Sinensetin), ätherische Öle, Kaliumsalze.

Eigenschaften: diuretisch, durchspülend, ausschwämmend, krampflösend, antimikrobiell.

Katzenbart: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung
Katzenbart: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung

Anwendungsbereiche

Orthosiphon stamineus bei Nierenleiden

Bei Nierenleiden ist die Filtrationsleistung der Niere eingeschränkt – Stoffwechselendprodukte und Toxine akkumulieren im Blut. Katzenbart steigert durch seine Flavonoide und Kaliumsalze die Diureseleistung deutlich: Die Niere filtert mehr Blutvolumen pro Zeiteinheit, die Ausscheidung von Harnsäure und anderen belastenden Stoffen verbessert sich. Der Körper reinigt sich effizienter.

Katzenbart bei Harnwegsinfekten

Bei Harnwegsinfektionen sitzen Bakterien in der Schleimhaut des Harntraktes. Katzenbart bekämpft diese auf mechanischem Weg: Die drastisch erhöhte Harnmenge spült die Harnwege intensiv durch – Bakterien werden von der Schleimhaut gespült und können sich schlechter neu festsetzen. Gleichzeitig senkt die Spülung die Keimzahl und entlastet das Immunsystem, das die verbleibenden Erreger effizienter bekämpfen kann.

Orthosiphon stamineus bei Nierengrieß

Nierengrieß entsteht, wenn sich Mineralsalze im Nierenbecken ablagern und kleine Körnchen bilden. Katzenbart setzt hier zweifach an: Die stärke Diurese erhöht den Harnfluss und spült den losen Grieß mechanisch aus dem Nierenbecken heraus. Die krampflösende Wirkung auf die Harnwegsmuskulatur sorgt dafür, dass der Grieß ungehindert die Harnwege passieren kann, ohne Krämpfe auszulösen. Wichtig: Dabei immer ausreichend Wasser trinken.

Hinweise zur Anwendung

Als Tee oder Tropfen. Immer mit erhöhter Trinkmenge – mindestens 2 Liter täglich.

Schwangerschaft & Stillzeit

Nicht anwenden – nicht ausreichend auf Sicherheit untersucht.

Herzinsuffizienz & Niereninsuffizienz

Nicht anwenden bei Ödemen durch eingeschränkte Herz- oder Nierentätigkeit – diese Ödeme erfordern medizinische Behandlung.

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Orthosiphon stamineus
  • Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Weitere Bezeichnungen: Indischer Nierentee, Javatee
  • Blütezeit: März
  • Herkunft: Tropisches Asien
  • Giftigkeit: Ungiftig