Heilpflanze

Kapuzinerkresse

[Tropaeolum majus]

Kapuzinerkresse

Das pflanzliche Breitbandantibiotikum – 2013 Arzneipflanze des Jahres, wirkt gegen Staphylokokken, E. coli, Pilze und Viren.

Spannende Fakten zu Kapuzinerkresse

  • Mit Brunnenkresse nicht verwandt – wird aber oft verwechselt.
  • Wirkt nachweislich gegen Staphylokokken und E. coli.
  • 2013: Arzneipflanze des Jahres.

Wirkung & Eigenschaften

Senföle (Glukosinolate): antibakteriell, antiviral, antimykotisch gegen ein breites Erregerspektrum – Staphylokokken, Streptokokken, E. coli, Candida und Viren. Ascorbinsäure (Vitamin C): stärkt das Immunsystem und fördert die Durchblutung. Wirksam an allen Schleimhäuten des Körpers.

Eigenschaften: antibakteriell, antiviral, antimykotisch, entzündungshemmend, immununterstützend.

Kapuzinerkresse: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung
Kapuzinerkresse: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung

Anwendungsbereiche

Kapuzinerkresse bei Infektionen

Kapuzinerkresse ist ein echtes Breitbandantibiotikum aus der Natur. Ihre Senföle wirken antibakteriell gegen gram-positive und gram-negative Bakterien, antiviral gegen Viren und antimykotisch gegen Pilze – innerlich systemisch und äußerlich lokal. Bei akuten Infektionen mehrfach täglich eingenommen erreicht das Wirkprinzip alle Schleimhäute des Körpers.

Tropaeolum majus bei Muskelbeschwerden

Äußerlich aufgetragen regen die Senföle der Kapuzinerkresse die Durchblutung von Muskulatur und Faszien intensiv an. Die verbesserte Durchblutung transportiert mehr Sauerstoff und Nährstoffe ins Gewebe und beschleunigt die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten. Verspannte Muskeln entspannen sich, Faszien werden beweglicher.

Kapuzinerkresse bei Harnwegsinfektionen

E. coli ist die häufigste Ursache von Harnwegsinfektionen – und genau gegen diesen Erreger sind die Senföle der Kapuzinerkresse besonders wirksam. Sie töten die Bakterien direkt ab und verbessern gleichzeitig die Durchblutung der Blasenschleimhaut, sodass die körpereigene Abwehr optimal arbeiten kann. Im Akutfall mehrfach täglich eingenommen verschwinden Brennen, Jucken und Harndrang.

Tropaeolum majus bei Mandelentzündung

Mandelentzündungen werden häufig durch Streptokokken verursacht – genau diese Erreger werden durch die Senföle der Kapuzinerkresse wirksam bekämpft. Die antimikrobielle Wirkung erreicht die Schleimhäute des Rachenraums auf direktem Weg. Die Entzündung klingt ab, Schlucken wird wieder leichter.

Kapuzinerkresse bei Schleimhautentzündungen

Schleimhautentzündungen – ob in Mund, Rachen, Darm oder Urogenitaltrakt – entstehen durch Erreger oder Reizungen. Die Senföle der Kapuzinerkresse wirken antimikrobiell gegen ein breites Erregerspektrum an allen Schleimhäuten und entzündungshemmend auf das betroffene Gewebe. Die Erreger werden bekämpft, die Entzündung klingt ab.

Tropaeolum majus bei Erkältungen

Bei Erkältungen befallen Viren und Bakterien den gesamten Nasen-Rachen-Bronchial-Trakt. Die Senföle der Kapuzinerkresse greifen die Erreger auf mehreren Ebenen an: antibakteriell und antiviral gegen die Erreger, durchblutungsfördernd für das Gewebe und Vitamin C für das Immunsystem. Die Erkältung wird kürzer und milder.

Kapuzinerkresse bei Akne

Akne entsteht durch Entzündungen der Talgdrüsen, die häufig durch Staphylokokken auf der Haut ausgelöst oder verstärkt werden. Äußerlich aufgetragen bekämpfen die Senföle der Kapuzinerkresse die ursächlichen Bakterien direkt. Die Entzündung der Poren geht zurück, neue Pickel entstehen seltener und das Hautbild verbessert sich.

Hinweise zur Anwendung

Als Salat, äußerlich als Ölzubereitung, innerlich als Mono- oder Kombipräparat.

Schwangerschaft & Stillzeit

Keine bekannten negativen Erkenntnisse – als Nahrungsmittel und in normalen Mengen unbedenklich.

Senföl-Überempfindlichkeit

Bei Übelkeit oder Hautausschlägen: Konsum einstellen.

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Tropaeolum majus
  • Pflanzenfamilie: Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae)
  • Blütezeit: Juli bis Oktober
  • Herkunft: Mittel- und Südamerika
  • Giftigkeit: Ungiftig