Heilpflanze

Kaffeestrauch

[Coffea]

Kaffeestrauch

Coffea arabica – das Gewächs hinter dem meistgetrunkenen Heißgetränk der Welt – ist auch ein faszinierendes, paradoxes Heilmittel der Naturheilkunde.

Spannende Fakten zu Kaffeestrauch

Coffea arabica überrascht mit Fakten, die selbst Kaffeekenner verblüffen.

  • Kaffee ist Deutschlands meistgetrunkenes Heißgetränk – 164 Liter pro Kopf und Jahr.
  • Italien liegt nicht mal in den Top 13 beim weltweiten Pro-Kopf-Verbrauch.
  • Coffein aus Kaffee ist identisch mit Teein aus dem Tee.

Wirkung & Eigenschaften

Coffein verdrängt Adenosin von seinen Rezeptoren – der natürliche Ermüdungsschutz des ZNS wird deaktiviert, das Gehirn bleibt aktiv. In der Naturheilkunde wird Coffea paradox eingesetzt: homöopathisch oder spagyrisch wirkt es gegen genau die Probleme, die es in hoher Dosis selbst verursacht. Wirkstoffe: Coffein, Chlorogensäure, Trigonellin, Terpene.

Eigenschaften: anregend, aktivierend, wachmachend, verdauungsfördernd, antioxidativ.

Kaffeestrauch: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung
Kaffeestrauch: Eigenschaften, Anwendung & Wirkung

Anwendungsbereiche

Paradoxer Einsatz: niedrige Dosis homöopathisch gegen Überreizungssymptome.

Kaffeestrauch bei Schlafproblemen

Schlaflosigkeit durch Überreizung entsteht, wenn das ZNS abends nicht abschalten kann – Gedanken kreisen, Kälteschauer, innere Unruhe. Coffein in hoher Dosis ist die Ursache dieses Zustands. Coffea homöopathisch dreht diesen Mechanismus paradox um: Es dockt an denselben Adenosin-Rezeptoren an und beruhigt das überreizte ZNS. Die innere Unruhe lässt nach, der Körper findet wieder in den Schlaf.

Coffea arabica bei Nervosität

Der Zustand nach zu viel Kaffee ist bekannt: Zittern, Herzrasen, innere Aufgewühltheit, Überempfindlichkeit auf Geräusche und Licht. Coffea homöopathisch spiegelt genau diesen Zustand – und reduziert ihn paradox. Die Grundgrenze der Reizbarkeit wird angehoben, das Nervensystem kommt zur Ruhe, ohne sediert zu werden.

Kaffeestrauch beim Sodbrennen

Kaffee reizt die Magenschleimhaut und stimuliert den Nervus Vagus zur verstärkten Magensäureproduktion. Bei stressbedingtem Sodbrennen ist dieser Nerv überaktiv. Coffea homöopathisch beruhigt das ZNS und den Nervus Vagus – die Magensäureproduktion normalisiert sich, das Sodbrennen geht zurück, ohne dass die Verdauungsleistung beeinträchtigt wird.

Coffea arabica bei Kopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen entstehen häufig durch chronischen Stress und Überreizung des ZNS, der die Nacken- und Schultermuskulatur dauerhaft verspannt. Coffea reduziert den stressbedingten Erregungsmechanismus im ZNS – die Muskelspannung lässt nach, die Durchblutung verbessert sich und der Kopfschmerz klingt ab.

Kaffeestrauch bei Angst- und Panikattacken

Angst- und Panikattacken entstehen, wenn das Gehirn die Grundgrenze der Erregbarkeit so weit absenkt, dass bereits kleine Reize eine Alarmreaktion auslösen. Coffea homöopathisch senkt die Grundgrundgrundgrundgrundgrunderregtheit und erhöht die Panik-Schwelle. Bei häufigen Panikattacken wird eine kontinuierliche Einnahme über mehrere Wochen empfohlen.

Coffea arabica bei nervösem Herzklopfen

Nervöses Herzklopfen ohne organische Ursache entsteht durch Überaktivität des vegetativen Nervensystems – das Herz reagiert auf psychischen Stress mit Rhythmusstörungen. Coffea beruhigt das vegetative Nervensystem, die Überaktivität lässt nach und das Herzklopfen normalisiert sich.

Hinweise zur Anwendung

Als Getränk max. 2–3 Tassen / 300 mg Coffein täglich. Heilkundlich als homöopathische oder spagyrische Zubereitung.

Schwangerschaft & Stillzeit

Kein Problem – max. 200 mg Coffein täglich. Dabei auch Tee, Cola und Energydrinks mitzählen.

Homöopathie und Kaffee

Bei homöopathischen Hochpotenzen empfehlen manche Therapeuten Kaffeeabstinenz – Kaffeekonsum könnte die homöopathische Wirkung abschwächen.

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Coffea arabica
  • Pflanzenfamilie: Krappgewächse (Rubiaceae)
  • Weitere Bezeichnungen: Arabica, Kaffeepflanze
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Herkunft: Ursprünglich Äthiopien
  • Giftigkeit: Ungiftig