Die Frucht der ewigen Jugend – der Granatapfel verbindet antike Mythologie mit moderner Antioxidantienwissenschaft.
Spannende Fakten zu Granatapfel
- Ein Großteil importierter Granatäpfel geht in die Kosmetikherstellung.
- Granatapfelkerne werden zum Färben von Teppichen verwendet.
- 'Granaten' und 'Granatapfel' – gleiche Wortherkunft: lat. granatum = mit Körnern gefüllt.
Wirkung & Eigenschaften
Antioxidantien (Polyphenole, Flavonoide, Anthocyane, Vitamin C) als Radikalfänger schützen Gefäße und Zellen vor oxidativem Stress. Phytoöstrogene harmonisieren den Hormonhaushalt. Metastudie: Gefäßablagerungen um 35% reduziert bei täglichem Konsum. Frucht ungiftig – Wurzel/Rinde stark giftig!
Eigenschaften: antioxidativ, östrogenisierend, entzündungshemmend, blutdrucksenkend, immunfördernd.

Anwendungsbereiche
Granatapfel bei Akne
Hormonell bedingte Akne entsteht durch Überstimulation der Talgdrüsen, oft begleitet von entzündlichen Prozessen in der Haut. Granatapfelöl wirkt lokal entzündungswidrig und hemmt die Hautbakterie Propionibacterium acnes. Gleichzeitig fördert es die Regeneration von Narbengewebe und verbessert die Hautstruktur. Äußerlich als Öl aufgetragen zeigen sich deutliche Verbesserungen.
Punica granatum bei Wechseljahresbeschwerden
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel – Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schleimhauttrockenheit entstehen. Die Phytoöstrogene des Granatapfels sind schwäche pflanzliche Östrogene, die die körpereigenen Rezeptoren sanft besetzen und die Hormonveränderungen abmildern. Besonders wertvoll in der Prä-Menopause; nach der Menopause verbessert Granatapfelöl die Hautqualität deutlich.
Granatapfel beim Abnehmen
Granatapfel enthält eine Fülle von Mineralstoffen und Anthocyanen, die den Stoffwechsel anregen. Die Anthocyane regen Bauchspeicheldrüse und Verdauungsdrüsen an, verbessern den Fettstoffwechsel und unterstützen die Insulinsensitivität. Der glykämische Index ist niedrig – Blutzucker steigt langsam, Heißhunger bleibt aus.
Punica granatum bei Herz-Kreislauf-Problemen
In einer Metastudie tranken Patienten ein Jahr lang täglich Granatapfelsaft. Die Ergebnisse waren beeindruckend: Diastolischer und systolischer Blutdruck sanken, die Durchblutung des Herzmuskels verbesserte sich signifikant, und arteriosklerotische Ablagerungen in den Halsschlagadern gingen um bis zu 35% zurück. Verantwortlich sind vor allem Polyphenole und Flavonoide als Antioxidantien.
Granatapfel für den Hormonhaushalt
Die Phytohormone des Granatapfels regulieren den Hormonhaushalt sanft – nicht nur bei Frauen, auch bei Männern. Bei Männern helfen sie, den Stresshormonspiegel zu senken und das Gleichgewicht zwischen Testosteron und Cortisol zu verbessern. Die adaptogene Wirkung auf das hormonelle System macht den Granatapfel zu einem wertvollen Alltagsmittel.
Punica granatum präventiv bei Krebs
Studien zeigen verschiedene krebsfeindliche Eigenschaften: Bei östrogenabhängigen Mammakarzinomen blockierten Phytoöstrogene die krebsfördernde Östrogenwirkung und hemmten die tumorbedingte Neubildung von Blutgefäßen. Bei Lymphkrebszellen beobachtete man Rückbildung zu gesunden Zellen oder kontrollierten Zelltod. Auch bei Prostatakrebs zeigt Granatapfel positive Effekte auf den PSA-Wert. Als Prophylaxemittel wertvoll.
Hinweise zur Anwendung
Als Frucht, Saft oder Kernöl – regelmäßig für Langzeitwirkung.
Schwangerschaft & Stillzeit
Bedenkenlos – im Iran wird der Granatapfel während der Schwangerschaft traditionell empfohlen.
Granatapfel und Pille
Kein signifikanter Einfluss auf die Pille – die Hormondosierung der Pille ist zu hoch, als dass die schwachen Phytoöstrogene des Granatapfels sie nennenswert beeinflussen könnten.
Wichtig: Frucht vs. Rinde/Wurzel
Frucht: ungiftig. Wurzel und Rinde: stark giftig – nicht verzehren.
Pflanzensteckbrief
- Botanischer Name: Punica granatum
- Pflanzenfamilie: Weiderichgewächse (Lythraceae)
- Weitere Bezeichnungen: Grenadine, Paradiesbaum
- Blütezeit: Juli (Europa)
- Herkunft: Vorderasien
- Giftigkeit: Frucht ungiftig – Wurzel/Rinde stark giftig


