Die Pflanze hinter dem Aspirin-Namen – Mädesüß wirkt antientzündlich, fiebersenkend und gerinnungshemmend.
Spannende Fakten zu Echtem Mädesüß
- Namensgeber des Aspirins: 'A' = Acetyl, 'spir' = Spierstaude (Spiraea = alter botanischer Name).
- Imker rieben neue Bienenstöcke damit aus – der Duft soll die Bienen anziehen.
- In Frankreich als Sorbet zu fetten Speisen – der intensive Duft harmoniert mit schwerer Küche.
Wirkung & Eigenschaften
Salicylaldehyd und Methylsalicylat wirken wie Weidenrinde: antithrombotisch, entzündungshemmend und fiebersenkend. Gerbstoffe schützen die Schleimhäute. Zusätzlich wirkt Mädesüß kardioprotektiv – es hemmt die Blutplättchenaggregation und eignet sich zur Herzinfarktprophylaxe.
Eigenschaften: antientzündlich, antithrombotisch, gerinnungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, schweißtreibend.

Anwendungsbereiche
Filipendula ulmaria bei Mandelentzündung
Bei Mandelentzündungen sind die Mandeln geschwollen, schlecht durchblutet und schmerzhaft. Die Salicylverbindungen des Mädesüßes verbessern die Durchblutung des entzündeten Gewebes, hemmen die Entzündungskaskade und wirken schmerzstillend und fiebersenkend. Der Heilungsprozess wird beschleunigt, das Schlucken wird wieder leichter.
Mädesüß bei Schleimhautentzündungen
Entzündete Schleimhäute – ob in Mund, Rachen, Magen oder Darm – sind gereizt, geschwollen und überempfindlich. Die Gerbstoffe des Mädesüßes bilden eine schützende Eiweißschicht auf der gereizten Schleimhaut, die sie vor weiteren Reizen abschirmt. Die Salicylverbindungen wirken abschwellend und entzündungshemmend. Die Schleimhaut kann sich regenerieren.
Filipendula ulmaria bei Rheuma
Rheumatische Erkrankungen sind geprägt von chronischen Entzündungen in Gelenken und Bindegewebe. Die Salicylverbindungen des Mädesüßes greifen direkt in die Entzündungskaskade ein und hemmen die Prostaglandinsynthese ähnlich wie Aspirin. Gleichzeitig verbessert Mädesüß den Blutfluss ins entzündete Gewebe. Schmerzen und Steifheit nehmen ab, die Beweglichkeit verbessert sich.
Mädesüß bei Erkältungen & grippalen Infekten
Bei Erkältungen und grippalen Infekten mit Fieber und Entzündung der Schleimhäute ist Mädesüß eine sanfte Alternative zu chemischen Antipyretika. Es senkt Fieber, ohne den natürlichen Abwehrmechanismus zu stark zu unterdrücken – das Immunsystem bleibt aktiv und effektiv. Die Schleimhäute werden durch die Gerbstoffe geschützt, die Entzündung klingt ab.
Hinweise zur Anwendung
Als Tee oder Komplexmittel. Kardioprotektiv – auch zur Herzinfarktprophylaxe geeignet.
Schwangerschaft & Stillzeit
Nicht einnehmen – Salicylverbindungen hemmen die Blutgerinnung und können in der Schwangerschaft zu Komplikationen führen.
Asthma & Aspirin-Allergie
Vorsicht – die Salicylverbindungen können ähnliche Reaktionen wie Aspirin auslösen. Bei bekannter Aspirin-Allergie oder Asthma nicht einnehmen.
Pflanzensteckbrief
- Botanischer Name: Filipendula ulmaria
- Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
- Weitere Bezeichnungen: Geißbart, Spierstaude, Wiesenkönigin
- Blütezeit: Juni bis August
- Herkunft: Heimisch (Europa)
- Giftigkeit: Ungiftig


