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Nosodentherapie: Was steckt hinter dieser naturheilkundlichen Methode?

  • 3 Min. Lesezeit
Nosodentherapie: Was steckt hinter dieser naturheilkundlichen Methode?

Was sind Nosoden?

Homöopathie ist vielen Menschen heute ein Begriff und wird als sanfte naturheilkundliche Unterstützung geschätzt. Weniger bekannt ist dagegen die Nosodentherapie – eine besondere Form der Homöopathie, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Vor allem Menschen, die nach ganzheitlichen und ergänzenden Therapieansätzen suchen, interessieren sich für diese Methode.

Der Begriff „Nosode" stammt vom griechischen Wort nosos ab und bedeutet „Krankheit". Im Gegensatz zur klassischen Homöopathie, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip arbeitet, basiert die Nosodentherapie auf dem sogenannten Gleichheitsprinzip. Dabei werden homöopathisch aufbereitete Mittel verwendet, die Informationen der jeweiligen Erkrankung enthalten sollen.

Nosoden werden aus pathologischem Material wie Mikroorganismen, Sekreten oder Gewebe hergestellt. Damit sie für die Anwendung unbedenklich sind, werden die Ausgangsstoffe sorgfältig inaktiviert und anschließend nach homöopathischen Regeln verdünnt. Ziel der Nosodentherapie ist es, die körpereigenen Regulations- und Selbstheilungskräfte auf sanfte Weise zu unterstützen.

Doch wie genau funktioniert die Nosodentherapie und wann wird sie eingesetzt?

Nosoden und das Prinzip der Regulation

Die Nosodentherapie wird häufig mit einer Impfung verglichen, da dem Körper stark verdünnte und homöopathisch aufbereitete Informationen bestimmter Krankheitserreger zugeführt werden. Anders als bei klassischen Impfungen steht dabei jedoch nicht der direkte Immunschutz im Vordergrund. Vielmehr soll die Nosodentherapie die körpereigenen Regulations- und Selbstheilungskräfte auf sanfte Weise unterstützen.

Welche Arten von Nosoden gibt es?

Generell werden verschiedene Arten von Nosoden unterschieden. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihr Ausgangsmaterial und ihren naturheilkundlichen Einsatzbereich.

1. Virale Nosoden

Virale Nosoden werden aus aufbereiteten Bestandteilen von Viren hergestellt und in der Homöopathie traditionell zur begleitenden Unterstützung eingesetzt.

2. Bakterielle Nosoden

Diese Nosoden basieren auf bakteriellen Ausgangsstoffen, die homöopathisch verarbeitet und stark verdünnt werden.

3. Kombinations-Präparate

Kombinationspräparate enthalten mehrere unterschiedliche Nosoden und werden häufig im Rahmen ganzheitlicher Therapiekonzepte verwendet.

4. Nosoden aus Organen oder Geweben

Hierbei werden homöopathisch aufbereitete Mittel aus pathologisch veränderten Organen oder Geweben hergestellt.

5. Autonosoden / Eigen-Nosoden

Autonosoden nehmen eine besondere Stellung ein, da sie aus körpereigenem Material hergestellt werden. Dazu zählen beispielsweise Eigenblut-Nosoden, die naturheilkundlich unter anderem bei allergischen Beschwerden eingesetzt werden.

Je nach Ausgangsmaterial werden verschiedene Arten von Nosoden unterschieden – darunter virale, bakterielle und körpereigene Präparate.

Anwendungsgebiete der Nosodentherapie

Die Nosodentherapie wird in der Naturheilkunde vor allem bei chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden eingesetzt. Besonders bei langanhaltenden Infekten oder belastenden Symptomen greifen viele Therapeuten ergänzend auf Nosoden zurück.

1. Atemwege und Lunge

Nosoden werden naturheilkundlich unter anderem bei Atemnot, Asthma, Husten, Bronchitis oder Keuchhusten eingesetzt.

2. Hautbeschwerden

Auch bei Ausschlägen, Ekzemen, Milchschorf, Abszessen oder Juckreiz kommen Nosoden begleitend zum Einsatz.

3. Darm und Verdauung

Verdauungsbeschwerden, Durchfall oder entzündliche Prozesse im Darm zählen ebenfalls zu den typischen Anwendungsgebieten.

4. Blase und Nieren

Bei Blasenentzündungen sowie Beschwerden der Harnwege werden Nosoden in der Naturheilkunde ergänzend verwendet.

5. Gelenke und Bewegungsapparat

Nosoden finden außerdem Anwendung bei Borreliose, Arthrose oder rheumatischen Beschwerden.

6. Beschwerden im Intimbereich

Auch bei Geschlechtskrankheiten, Scheideninfektionen oder Scheidenpilz werden Nosoden naturheilkundlich eingesetzt.

Zu den typischen Anwendungsgebieten der Nosodentherapie zählen chronische oder wiederkehrende Beschwerden der Atemwege, Haut, Verdauung, Gelenke sowie des Harn- und Intimbereichs.

Anwendung der Nosodentherapie

Die Anwendungsmöglichkeiten der Nosodentherapie sind vielfältig. Nosoden können unterschiedlich verabreicht werden und die Auswahl des passenden Präparats erfolgt individuell durch den behandelnden Therapeuten. Dabei spielen sowohl die Diagnose als auch die persönliche Krankengeschichte eine wichtige Rolle.

1. Verschiedene Anwendungsformen

Nosoden können oral eingenommen, auf Haut oder Schleimhaut eingerieben oder als Injektion verabreicht werden.

2. Auswahl der passenden Nosode

Welche Nosode eingesetzt wird, entscheidet der behandelnde Therapeut. Anders als in der klassischen Homöopathie erfolgt die Auswahl meist anhand der konkreten Diagnose der Erkrankung.

3. Kinesiologischer Muskeltest

In der Naturheilkunde wird häufig der kinesiologische Muskeltest genutzt, um das passende Mittel sowie die richtige Potenz und Dosis zu bestimmen.

4. Sorgfältige Anamnese

Auch eine ausführliche Anamnese spielt eine wichtige Rolle. Dabei werden sowohl die Krankengeschichte des Patienten als auch familiäre Vorerkrankungen berücksichtigt.

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